Aquarium Knowhow
Wie richte ich ein Aquarium ein?

Algen im Aquarium

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Wie bekämpfe ich Algen ?

 

Bevor der „Algengeplagte“ voreilig auf die „chemische Keule“ zurückgreift, sollten sich jeder Gedanken machen, über natürliche Wege sein Aquarium wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bekommen. Das Wichtigste aber ist die Ursachenforschung, denn was bringt es jede Woche sein Aquarium einer Komplettreinigung zu unterziehen, was nicht nur viel Zeit und Nerven kostet sondern auch die Tiere extrem stresst, um irgendwann entnervt aufzugeben, Nicht wenige Einsteiger brauchten die Algen zur Aufgabe diese schönen Hobbies. Und somit heißt es, die Wurzeln des Problems zu finden und zu verändern.

Der chemische Weg sollte mit Bedacht gewählt werden, denn es sind Alenvernichtungsmittel gemeint. Oftmals basieren diese auf Kupfer und könne somit eine toxische Wirkung auch auf höhere Pflanzen haben. Leider nehmen somit auch die Fische über die Nahrung die in den Algenvernichtungsmittel enthaltenen Stoffe auf. Meist sind die Folgen erst später auffällig und werden nicht mit den Mitteln in Verbindung gebracht. Besonders Garnelen reagieren sehr empfindlich auf Kupfer.

Der mechanische Weg ist schlichtweg das entfernen der Algen durch Reinigen der Pflanzen, Gegenstände,und das Ausschneiden von Blättern (wenn das Reinigen nicht mehr möglich ist).

Der Teilwasserwechsel darf in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen. Hier gilt: Mehrere kleine Wasserwechsel sind bessere als ein großer. Optimal ist demzufolge das so genannte Durchlaufsystem, in welchem ein stetiger Austausch zwischen Frischwasser und dem Altwasser über eine Überlaufregelung stattfindet.

Die UV-C Lampe ist sehr effektiv aber auch kostspielig. Die Lampe eignen sich gut für den Einsatz gegen Schwebealgen und wird vor allem bei der Zucht von Diskusen verwendet. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten. Oftmals empfiehlt sich eine stufenweise Einführung der Brenndauer, da es sonst zu einem Ungleichgewicht im Becken kommen kann. Was oftmals unterschätzt wird, ist das Schwebealgen Schadstoffe binden, welche dann beim Absterben zu schnell an das Wasser abgegeben werden. Darum macht es Sinn, nach jeder „Behandlung“ einen großzügigen Wasserwechsel zumachen.

 

Eine natürliche Bekämpfung gegen Algen mit einer sogenannten Verdunkelungsphase kann in den meisten Fällen helfen. Als Dauer empfiehlt sich eine Kalenderwoche. Hier sollte wie folgt vorgegangen werden:

Vor dem Beginn sollte ein großzügiger Wasserwechsel (um die 80% ) vorgenommen werden, bei dem gleichzeitig so viele Algen wie möglich entfernt werden müssen. Wenn es möglich ist vermeiden Sie in dieser Zeit die Fütterung der Bewohner. Optimal ist es nämlich, über den ganzen Zeitraum das Aquarium hermetisch ab zudunkeln und sogar den Einfall von Tageslicht zu vermeiden. Erfahrungsgemäß ist hier das Abkleben mit Pappe zweckmäßig. Nach Ablauf der 7 Tage kann die Beleuchtung wieder angeschaltet werden und es muss an den zwei folgenden Tagen ein Wasserwechsel (auch wieder von mindestens 80 %) durchgeführt werden.

 

Im Allgemeinen sollte Sie von „Algenfressern“ keine Wunder erwarten. Posthornschnecken und auch die anderen hier benannten Algenfresser werden kaum eine Bartalge dem normalen Futter vorziehen.

 

  • Gruppe der Saugwelse und Saugbarben (besonders die Cylon-Saugarbe)

  • einige Schneckenarten (Posthornschnecken….) Ausnahme sind bestimmte Arten von Apfelchnecken,welche die Grünpflanzen den Algen vorziehen

  • verschiedene Garnelen (besonders die Amano-Garnele, Caridina Japonica

  • lebendgebärene Zahnkärpflinge

Schlusswort

Eine der obersten Tugenden in der Aquaristik ist Geduld – oft stellt sich eine erkennbare Verbesserung erst nach Wochen ein. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, Ziel soll es nicht sein, ein 100% algenfreies Aquarium zu erschaffen, sondern die Algen auf einem niedrigen Niveau ein zu dämmen.

Weitere Themen:

Warum kommt es zur Algenplage ?

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